Neujahrsempfang im Julie-Hausmann-Haus

Veröffentlicht am 12.01.2017 in Senioren

Sehr geehrte Frau Jansen,

liebe Bewohnerinnen und Bewohner, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Julie-Hausmann-Hauses,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich im Namen der Stadt Beckum und wünsche Ihnen allen noch ein segensreiches, glückseliges und friedvolles neues Jahr 2017. Ich wünsche Ihnen Gesundheit und Glück.

Für Ihre Einladung zum diesjährigen Neujahrsempfang bedanke ich mich herzlich!

Ihr Organisationsteam hat auch in diesem Jahr ein interessantes Programm auf die Beine gestellt, erneut mit der Jazzband „Easy Jazz“  und mit einem Fachvortrag von Dr. Frauke Schönberg. Sie wird über das Miteinander der Generationen referieren und spricht in dem Zusammenhang von einem Klimawandel. Das lässt der Titel des Vortrags jedenfalls vermuten.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ganz gleich, ob es um das Miteinander der Generationen geht, oder das gesellschaftliche Miteinander im Allgemeinen: Immer ist dafür hilfreich, die Perspektive des anderen einzunehmen. Dann werden Dinge auf einmal klarer, die vorher missachtet oder zu leicht missverstanden wurden.

Lassen Sie es mich am folgenden Beispiel verdeutlichen. Wer jung ist, hat oft keinen Blick für Stolperfallen oder für zugestellte Fußwege, mit denen man mit Rollator oder Rollstuhl kaum vorbeikommt. Oft fehlt auch das Verständnis für Langsamkeit oder Probleme, beispielsweise mit technischen Geräten. Sind wir nicht alle (und ich bin gar nicht mehr sooo jung) oft ungeduldig, wenn ältere vor uns an der Supermarktkasse stehen? Oder verdrehen wir nicht die Augen, wenn Opa mit seinem neuen Smartphone nicht klarkommt? Das viel beachtete Experiment des WDR-Formats „Quarks und Co“ schärft die Sinne für die Probleme älterer Menschen. Da zieht der Moderator einen Altenanzug an, auf einen Schlag werden die Sicht und das Gehör getrübt, die Gliedmaßen werden träge und schwer. Und schon ist es ein äußerst schwieriges Unterfangen am Automaten eine Fahrkarte zu kaufen.

 

Das zeigt ja leider auch: Behindert ist man als alter Mensch nicht zwingend, behindert wird man, durch umständliche Verrichtungen und ein wenig seniorengerechtes Umfeld.

Verehrte Frau Dr. Schönberg, ich bin schon sehr gespannt auf Ihren Vortrag.

 

Sie werden heute den Tag auch dafür nutzen, das letzte Jahr Revue passieren zu lassen und Pläne für das neue Jahr zu schmieden.

Ich nutze gerne die Gelegenheit, zu sagen, dass das Julie-Hausmann-Haus eine wichtige Einrichtung für Beckum ist. Und zwar in der Vergangenheit, heute, und in der Zukunft. Es bietet Seniorinnen und Senioren ein Zuhause, mit hoher Fachlichkeit und großem persönlichen Engagement. Die heutige Veranstaltung ist ein weiterer Beleg dafür.

Die Situation der Seniorinnen und Senioren liegt auch der Stadt Beckum am Herzen. Wir haben die Herausforderungen des demografischen Wandels frühzeitig im Blick. Dazu gehört natürlich auch die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend Wohn- und Pflegeplätzen.

Heute stehen andere Themen im Vordergrund und natürlich auch der persönliche Austausch und die Geselligkeit. Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Neujahrsempfang!

 
 

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